Analyse von Bienenwachsproben

Nachdem im vergangenen Jahr mehrfach mit Fremdwachsen gestrecktes Bienenwachs in Umlauf gebracht wurde, hat sich das StMELF entschlossen die Analyse von Bienenwachsproben aus bayerischen Imkereien hinsichtlich Beimischungen und Verfälschungen ab sofort zu 100% mit Mitteln des Freistaates Bayern zu fördern. Hierdurch soll das Ausmaß der Wachsverfälschungen abgeschätzt und der aktuellen Verunsicherung in der Imkerschaft begegnet werden.

Imkerinnen und Imker haben somit im Jahr 2017 die Wahl ihre Wachsprobe ohne Eigenanteil entweder hinsichtlich Rückständen aus Bienenarznei- und Pflanzenschutzmitteln oder hinsichtlich Verfälschungen analysieren zu lassen.

(Auszug eines Schreibens von Dr. Andreas Schierling vom Tiergesundheitsdienst Bayern e.V.)

Weitere Informationen zur Bienenwachsanalyse und ein Merkblatt zur Analytik von Bienenwachs erhalten Sie direkt auf der Internetseite des Tiergesundheitsdienstes Bayern e.V.

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Bayerisches Bienen-Blatt

Bienenblatt Dackblatt

Vierteljährliche Mitgliederzeitung

Zur fachlichen Unterrichtung der Imker, als auch zur Kontaktpflege zu den Mitgliedern, gibt der Verband Bayerischer Bienenzüchter e. V. vierteljährlich eine Mitgliederzeitung heraus. Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Im Abonnement wird diese Fachzeitung nicht vertrieben.

Bienenblattarchiv

Das "Bienenblattarchiv" ist in unserem Downloadbereich.

Mediadaten:

  • Zielgruppen:
    • 28% Landwirte
    • 14% Selbständige
    • 58% Arbeitnehmer
  • Erscheint vierteljährlich zum:
    • 15.01. (Redaktionsschluss 29.12.)
    • 15.04. (Redaktionsschluss 29.03.)
    • 15.07. (Redaktionsschluss 29.06.)
    • 15.10. (Redaktionsschluss 29.09.)
  • Umfang:
    • 20 Seiten je Ausgabe
  • Satzspiegel:
    • 190 x 140 mm

Insertionspreise:

1 Spalte (65 mm breit) = 0,40 EUR
2 Spalten (130 mm breit) = 0,80 EUR
je mm Höhe, zzgl. jeweiliger MWSt.
Rabatt für 4 Ausgaben in Folge = 15%

Imkerschulung

Bienenhof Aham

Lehrbienenstand Bienenhof Aham/Mühldorf

Man sieht nur, was man weiß.

Johann Wolfgang von Goethe

Die Haltung und insbesondere die Zucht von Bienen erfordern umfangreiche Fachkenntnisse.

Es muss Grundwissen über die Biologie der Biene erworben werden, der Futterbedarf muss bekannt sein, das Trachtangebot (die Bienenweide) am Aufstellungsplatz ist festzustellen und auch rechtliche Probleme sind abzuklären. Ebenso muss der Imker auch Krankheiten bei den Bienen kennen und erkennen lernen. Dazu ist der Bienengesundheitsdienst behilflich.

Wer sich mit Bienen beschäftigt kommt nicht umhin sich mit der Natur zu beschäftigen und sie gründlich zu beobachten. Die Zusammenhänge von Natur, dem Wetter und den Jahreszeiten sind für Bienen entscheidende Faktoren in ihrer Entwicklung und auch für den Honigertrag.

Zur Ausbildung von Nachwuchsimkern, als auch zur Fortbildung der Imker besteht ein umfangreiches Angebot seitens unseres Verbandes durch die Tätigkeit der ehrenamtlichen Fachwarte. (Fachwarte sind erfahrene Imker, die auf Fortbildungskursen durch das Institut für Bienenkunde und Imkerei an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim geschult werden.)

Diese Fachwarte werden tätig in Vortragsveranstaltungen der Bienenzuchtvereine und auf Schulungskursen an Lehrbienenständen.

Das Institut für Bienenkunde und Imkerei an der LWG in Veitshöchheim bietet ein umfangreiches Ausbildungsangebot an. Hier wird die berufliche Ausbildung zum Tierwirt (Fachrichtung Bienen) durchgeführt.

Darüber hinaus sind auch in jedem Regierungsbezirk staatliche Fachberater tätig.

Zahlreiche Fachbücher aus den Verlagen Ehrenwirth, München; Ulmer, Stuttgart; Stocker, Graz und DLV Berlin ermöglichen es, sich selbst weiterzubilden. Gute Buchhandlungen geben Auskunft.

Bienen nützen der Natur

Blüte mit Biene

Beim Sammeln von Nahrung (Nektar und Pollen) bestäuben die Bienen die von ihnen besuchten Blüten und lösen damit das "Fruchten" dieser Pflanzen aus.

Etwa 85% aller insektenblütigen Pflanzen werden durch die Honigbiene bestäubt.

- wenn sie diese nutzen

Warum ist dies so?

Die Hauptblütezeit in unserer heimischen Landschaft beginnt im April/Mai. Zu dieser Zeit ist von den blütenbesuchenden Insekten nur die Honigbiene in größerer Zahl vorhanden. Sie überwintert als Volk und kann bereits zu dieser Zeit 10.000 Flugbienen aussenden.

Die Honigbiene ist blütenstet, d. h. sie sammelt nur von einer Blütenart solange es dort Nahrung gibt. Sie wechselt nicht, wie z. B. die Hummel, von einer Art zur anderen Art. Nur Blütenstaub der gleichen Art bewirkt eine Befruchtung.

Honigbienen sammeln emsiger und intensiver. Sie müssen Vorräte für die Winterzeit anlegen. Andere Insekten leben "von der Hand in den Mund".

Durch das intensive Sammeln von Nektar und Pollen wird nicht nur der Fruchtansatz höher, auch die Qualität der Früchte und Samen wird besser.

Wenn Bienen die Natur nutzen, dann...

- entstehen keine Abfälle, keine Emissionen, kein Müll.
- werden Boden, Wasser und Luft nicht belastet.
- wird niemand belästigt, nichts wird verbraucht oder zerstört.

Im Gegenteil:
Bei dieser Nutzung entsteht ein volkswirtschaftlicher Wert, der das 15-fache des Wertes der Honigproduktion beträgt.

Beispiel:

In einer Dorfgemeinde werden durchschnittlich 300 Bienenvölker gehalten. Ein Bienenvolk erbringt einen Durchschnittsertrag von 15 kg Honig pro Jahr zum Preis von 7,00 €/kg. Also beträgt die Wertschöpfung je Volk und Jahr = 105,00 €.

Gesamterträge aller Bienenvölker (105,00 € x 300) = 31.500,00 €.

Allgemeinnutzen für die Natur im Gemeindebereich (31.500,00 € x 15) = 472.500,00 €/Jahr.

Der Imker und seine Bienen

Imker mit Magazinbeute

Imker - ein herrliches Naturerlebnis

Bienen sind etwas "andersartige Haustiere". Ihre Zucht und Haltung verlangt gediegenes Fachwissen, besondere Fürsorge und Zuwendung. Bei der "Führung" seiner Bienenvölker beachtet der Imker die biologischen Zusammenhänge und bei der Gewinnung des wertvollen Honigs wendet er äußerste Sorgfalt an. Er kennt auch seine "Viecherl" und ihre Verhaltensweisen, stellt sich darauf ein und kommt somit an vielen "Sticheleien" vorbei.

Gerade in der schönsten Zeit des Jahres (Frühling/Sommer) muß der Imker viel Zeit seinen Bienen widmen, doch die Arbeit an und mit den Bienen schenkt ihm einen wunderbaren Ausgleich von der Hast und Leistungsdruck des heutigen Lebens.

In Ruhe und Gelassenheit genießt er die Stunden bei seinen Bienen und erlebt ein Stück Natur, die ihn in ihrer einmaligen Großartigkeit immer wieder erstaunen läßt. Ihr friedliches Summen, das Beobachten ihres emsigen Fluges ist Balsam für seine Nerven. Innerlich gestärkt und gefestigt verläßt er den Bienenstand; er hat sich in die Natur vertieft und zu ihr zurückgefunden.

Der Drohn

Der Drohn

ist das männliche Wesen im Volk. Er entsteht aus einem unbefruchteten Ei (Jungfernzeugung).

Beim Hochzeitsflug wird die junge Königin von mehreren Drohnen begattet. Drohnen werden im Bienenvolk nur in der Zeit der Vermehrung von April bis August gehalten.

Drohnen haben keinen Stachel und können sich auch nicht selbst ernähren.

Die Arbeitsbienen

Wabe mit BienenWildbau mit BienenBiene auf Blüte

sind weiblichen Geschlechts und entstehen ebenfalls aus einem befruchteten Ei.
Sie werden mit "gewöhnlichem" Futter aufgezogen. Ihre Geschlechtsorgane sind nicht voll ausgebildet.

Im Laufe ihres Lebens üben sie nacheinander verschiedene Tätigkeiten aus.

Als "Putzbienen" sorgen sie für die Hygiene im Stock und anschließend als "Ammen" für die Aufzucht der Nachkommenschaft.

Als "Baumeisterinnen" bauen sie aus körpereigenem Wachs kunstvoll die Waben, in denen die Brut gepflegt, die Vorräte (Honig und Pollen) gelagert und konserviert werden.

Als "Wächterinnen" kontrollieren und verteidigen sie schließlich aufopferungsvoll den Zugang zu ihrem Bienenstock.

Endlich als "Trachtbienen" sind sie für die Herbeischaffung des Futters (Zucker-, Eiweißstoffe und Wasser) zuständig. Tröpfchen für Tröpfchen und milligrammweise werden diese Stoffe in unzähligen Ausflügen eingebracht.

Aus 180 kg Blütennektar stellen sie 60 kg Honig her. 40 kg davon werden im Laufe des Sommers verzehrt und etwa 20 kg als Vorräte für den Winter eingelagert.

Bis zu 40 kg Blütenstaub (Pollen) müssen ebenfalls gesammelt werden. Der Pollen wird in "Körbchen" an den Hinterbeinen transportiert.

Eine Pollenladung wiegt etwa 0,015 Gramm, dazu müssen 100 Blüten besucht werden.

Für 1 kg Honig ist eine Flugleistung von 40.000 km zu erbringen. Vergessen wir die "Bienensprache" nicht. In "Rund- und Schwänzeltänzen" können sie sich verständigen über Lage, Entfernung, Art und Ergiebigkeit von Trachtquellen.

Arbeitsbienen leben im Sommer rund 6 Wochen, im Winter etwa 8 Monate.